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Domain Wert ermitteln

Ein Domain hat weder einen Inhalt in Form einer Webseite, noch einen bestehenden Kundenkreis, laufende Umsatzerlöse oder ähnliches. Somit fehlen einige wichtige Parameter, die in anderen Fällen – bspw. beim Verkauf von Webseiten – als hilfreiche Orientierungsgrößen bei der Bewertung herangezogen werden können.

Wir haben Dir nachstehend einige wesentliche Faktoren und auch Links zu hilfreiche Tools zusammengestellt, die Dir dabei helfen werden, eine spezifische Domain zu möglichst realistisch zu bewerten.

Faktor 1: Werbeeinnahmen bei geparkten Domains

Viele Domaininhaber entscheiden sich, die ungenutzte Domain als Werbefläche zu parken. Die Domain wirft dann ggfs. laufende monatliche Einnahmen ab, z.B. via Google Adsense. Diese Einnahmen sind wertbildend, da sie auf einen attraktiven, häufig aufgerufenen Domainnamen hindeuten. Daher sollten diese in jedem Fall bei in eine fachmännische Domainbewertung einfließen.

Faktor 2: Backlinks

Verlinken (möglichst) viele und vor allem angesehene (Reputation, Domain Authority) Webseiten auf die Internetadresse der Domain? Dann ist dies definitiv bei der Wertermittlung für Domains zu beachten! In diesem Zusammenhang sind vor allem Backlinks vieler verschiedener Webseiten relevant, während eine große Zahl an Backlinks von sehr wenigen Webseiten eher ein negativer Wertfaktor ist. Ebenso ist ein Blick auf die jeweiligen Backlinks im Detail stets wertvoll: ist der Ankertext nur die URL (weniger relevant), oder liegen die Backlinks unter relevanten Keywords?

Faktor 3: Domain-Historie

Insbesondere große Suchmaschinen wie Google ranken ältere Seite (ceteris paribus) höher, als jüngere. Dieser Faktor wird vor allem revelant, wenn die Domain mehr als 5 Jahre, besser noch, mehr als 10 Jahre alt ist.

Im gleichen Zusammenhang ist auch ein Blick auf frühere Webseiteninhalte interessant: für welche Inhalte, in welcher Sprache, in welcher Branche wurde die Domain in der Vergangenheit genutzt? Häufig lässt sich aus diesen Information auch ableiten, wie sich dies auf die Reputation für künftige Nutzung der Domain auswirkt.

Faktor 4: Top Level Domain

Die Top Level Domain (TLD) ist ein nicht zu unterschätzender Wertfaktor. Weiß ein Nutzer aus Deutschland zwar den Namen einer Webseite, kann sich aber nicht mehr an die Endung, die TLD, erinnern, so wird er es regelmäßig zunächst mir der Endung .de versuchen. Erscheint dann aber die Webseite Ihre Konkurrenten, so ist dies weniger gut. Daher sind .de Domains insbesondere für Seiten mit Nutzern aus Deutschland oder dem deutschsprachigen Raum besonders relevant und wichtig. Diese Prüfung – passt die TLD zu den geplanten Inhalten der Webseite – sollte stets stattfinden.

Faktor 5: Länge des Domainnamens

Generell gilt die Faustformel: je kürzer der Domainname, umso besser. Dies betrifft vor allem die Tatsache, dass sich User einen kürzeren, einfachen Namen besser merken können, als einen langen und/oder komplizierten.

Faktor 6: Verwendete Zeichen

Enthält die Domain bestimmte Zeichen, die die Verständlichkeit bzw. die “Erinnerbarkeit” erleichtern oder erschweren? Beispiele hierfür sind Umlaute, Bindestriche oder Zahlen.

Faktor 7: Domain Authority und Co.

Einige große SEO Tool Anbieter haben eigene Metriken entwickelt, um die “Authorität” einer Domain zu messen. Hier fließen Faktoren wie Reputation, Relevanz, Wichtigkeit uvm. ein. Ahrefs.com bezeichnet seine betreffende Meßgröße als “Domain Rating” – hier geht es zum Ahrefs Website Authority Checker.

Das Pendant von Moz nennt sich Domain Authority, welches Moz wie folgt definiert: “Domain Authority (DA) is a search engine ranking score developed by Moz that predicts how likely a website is to rank in search engine result pages (SERPs). Domain Authority scores range from one to 100, with higher scores corresponding to greater likelihood of ranking.” (Quelle)

Beachten Sie bitte, dass es von Domain zu Domain weitere Kriterien zur Domainbewertung geben kann. Um einen größtmöglichen Erfolg beim Verkauf der Domain verzeichnen zu können, sollten Sie realistische Preisvorstellungen im Kopf haben, die der Käufer für die Domain zahlen müsste.

Last, but not least..

…darf auch der gesunde Menschenverstand als wichtige Zutat bei der Bewertung einer Domain nicht fehlen. Betrachtet man die Preisvorstellungen, welche Verkäufer von Domains teilweise ansetzen, dann handelt es sich um Mondpreise, die mit der Realität nichts zu tun haben. Hier ist also Augenmaß gefragt!

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